Kleiner Rückblick!!

Neben den sportlichen Herausforderungen und Ziele an der Cape Epic gibt es natürlich auch die Erwartungen an Strecke, Land und Leute. Da ich zuvor Südafrika noch nie besucht hatte, war alles neu für mich. Das Land bietet eine unglaubliche Vielfalt. Weinbaugebiete, Ackerland, Obstplantagen, schroffe Felslandschaften und natürlich auch Sandstrände wechseln sich ab.

Als Biker fanden wir ein unglaublich gutes Netz an Trail‘s vor. Viele Kilometer verspielter Wege mit Anliegern und kleinen Kickern. Nie gewaltig verblockt und meistens immer mit viel Flow. Der Veranstalter baute natürlich vieler solcher Trails in das Rennen ein und doch war im Rückblick die Etappe mit den wenigsten Trails die Eindrücklichste. Die Überführungsetappe (Stage 2) von Laurendsford nach Greyton führte uns zuerst zum ersten Passübergang mit einer grandiosen Aussicht zum Meer, der Aufstieg unfahrbar mit schroffer Felslandschaft. Auf der Höhe angekommen, folgten kilometerlange Singletrail‘s auf einem Plateau. Nach dem ersten Verpflegungsposten folgten die Trail‘s den Urwald ähnlichen Wäldern und Tälern. Ab Streckenhälfte war es dann vorbei mit den Trails. Im Hinterland folgten wir auf den weiten Hügelzügen den Wegen oder allenfalls über die geernteten Felder und Äcker. Ein stetes auf und ab, die Kräfte schwanden und doch hatte die Landschaft mit ihrer Weite und Kargheit absolut ihren Reiz. In Greyton angekommen war auch schnell eine gewisse Armut ersichtlich, die Kinder die uns in ihren Schuluniformen (warscheinlich ihr bestes Kleidungsstück) fröhlich zujubelten, die Häuser in den Dörfern meistens in einem desolaten Zustand, neben den Dörfern grössere Schutthalden und doch machen die Leute einen zufriedenen und glücklichen Eindruck.

Der grösste Kontrast bildete aber sicher der Zielort Val de Vie, ein feines Tal mit aufpolierten Häusern eingebetet in grossen Poollandschaften, Golfclub und einer riesigen Poloanlage. Aber was soll’s, wo kein Geld ist, gibt es auch keine solche Versnstaltungen. Aktuell sitze ich jetzt auf einem Sitzplatz in Plettenberg und geniesse die letzten Ferientage und die traumhaft Aussicht auf das Meer (ganz ohne Bike).



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